Ein Kunstlöffelchen voll Zauberkreide

Rakete mit Zauberkreide gezeichnet

Nächste Woche steht der vierte Geburtstag meines Sohnes an und er wünscht sich eine Raketenparty. Schuld daran ist übrigens ein großes Poster von Hervés Tim und Struppi, das wir vor 3 Jahren im Comicmuseum in Brüssel für ihn gekauft haben und das in seinem Zimmer hängt. Ich freue mich hauptsächlich darüber, dass es kein Feuerwehrthema ist und habe ich mit Enthusiasmus in die Dekovorbereitungen geworfen (soll heißen: nächtelang auf Pinterest gesurft, nur um dann ein paar Pappteller mit Raketenmotiv zu bestellen). Bisher liefen in seinem Freundeskreis die Partys so ab, dass die Kinder ins Kinderzimmer geschickt wurden und die Erwachsenen im Wohnzimmer eine Gegenparty veranstaltet haben. Sehr entspannt und ganz nach meinem Geschmack. Leider gab es auf dem letzten Geburtstag zu dem er eingeladen war eine Bastelaktion zur Kinderbeschäftigung… Die Ergebnisse waren zwar sehr schön, aber nun wünscht sich das Geburtstagskind, dass ich mit den Gästen Raketen bastle. Puuuuuh.

Weltraumzeichnungen aus Zauberkreide

Gestern hatte ich die Idee, mit den Kindern eine leuchtende Weltraumszenerie zu zeichen – mit Zauberkreide auf schwarzes Tonpapier. Schlau wie ich bin wollte ich das auch direkt testen.

Was ist Zauberkreide? Bei Zauberkreide handelt es sich um normale Zeichenkreide (Tafelkreide), die mit Zuckerwasser getränkt wurde. Dadurch wird die Farbe kräftiger und die Kreide lässt sich besser auf Papier verarbeiten. Sie staubt durch die Feuchtigkeit nicht mehr so und haftet besser. Es schadet aber trotzdem nicht, das Bild zum Schluss zu fixieren, z.B. mit Haarspray. Die Herstellung ist ganz einfach!

Zutaten für Zauberkreide: Wasser, Zucker, Kreide. Fertig!

Rezept für Zauberkreide:

1 (verschließbares) Gefäß mit breiter Öffnung

100ml Wasser

1 TL Zucker

Das Wasser in das Gefäß füllen, Zucker rein, umrühren. Wenn es mehr sein soll einfach entsprechend mehr Zucker reinmachen. Auf dem Foto habe ich die dreifache Menge genommen. Dann kommt die Kreide rein und man wartet einige Minuten. Fertig 🙂 Wer genug Gefäße zur Hand hat kann gerne für jede Farbe ein eigenes Gefäß verwenden, dann werden die Kreiden nicht schmutzig. Das hält sich aber in Grenzen, es ist normalerweise kein Problem, die Farben zu mischen. Wenn man fertig ist mit zeichnen kann man die Kreide wieder in die Flüssigkeit legen und so noch einige Zeit aufbewahren. Allederdings sollte man auf die Qualität der Kreide achten, damit sie sich nicht völlig auflöst.

Gezeichnet wird auf dunklen Malgründen, z.B. Tonpapier. 

Ein Weckglas voller Zauberkreide.

Ich hatte übrigens schon Probleme damit, dass die Farbe auf Oberflächen fixiert war, wo ich sie eigentlich nur temporär haben wollte (oder gar nicht wie auf dem Kindertisch) und ich die Flecken nicht auf Anhieb wegbekommen habe. Also Vorsicht!

Zauberkreide fertig zum loszeichen

Mein kleiner Künstler war hochmotiviert, allerdings wie immer eher um verschiedene Effekte auszutesten und Wirkungen zu probieren. Er hat also gestern einen „Farbenauflauf“ gezeichnet. Insgesamt war es auch nicht so ergiebig. Das Baby war dabei und hat ihn abgelenkt, so dass er nicht wirklich in den Flow kam und schon nach einer Viertelstunde wieder aufgehört hat.

Die Künstler bei der Arbeit
Ein Weltall aus Zauberkreide

Ach. So ganz nebenbei: Die Kreide sollte ja nicht gegessen werden und es ist ratsam, von vorne herein zu verhindern, dass Baby die Kreide probiert. Sie schmeckt ja nach Zucker und – äh – also meinem Baby hat’s geschmeckt, konnte gar nicht genug davon bekommen.

Ich hoffe ihr habt auch Spaß beim Ausprobieren!

Ich weiß übrigens noch nicht, ob ich das als Aktivität am Kindergeburtstag anbiete. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die Zwerge sich selbst geschäftigen sollen.

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1 Kommentar

  1. So, der Kindergeburtstag ist vorbei. Es war nicht nötig irgendwelche Aktivitäten anbieten (jippie!). Die Kinder hatten vor lauter Spielen kaum Zeit ihren Kuchen zu essen 😀

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