Wenn der Wirsing nicht schmeckt

Heute erzähle ich euch von einem künstlerischen Projekt, an dem ich vor einiger Zeit gearbeitet habe. Nun ja, vor längerer Zeit. Ehrlich gesagt sind die Arbeiten von Juli 2005. Damals habe ich mich mit Schattierungen beschäftigt und bin so zu den faszinierenden Strukturen von Wirsingblättern gestoßen.

Durch die knubbelige Oberfläche entstehen tiefe Furchen und Krater, in denen das Licht verschwindet, während es auf den Spitzen besonders hervortritt. Die Verästelung der Blattadern sorgt für eine gewisse Ordnung, die dem Auge Halt bietet.

Ich habe später diese Arbeiten fortgeführt und mit digitaler Bildbearbeitung „neu sortiert“. Heute vielleicht eine Spielerei von Sekunden, doch damals war ich tagelang damit beschäftigt nach dem passenden Filter zu suchen und Effekte auszuprobieren. Hier einige Beispiele:

Das Spiel mit der Unschärfe ist übrigens eher ungeplant entstanden. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Probleme mit den Augen, wusste es aber nicht. Heute frage ich mich, wie ich ganze Fotoserien erstellen und ausstellen konnte, ohne auch nur ein einziges scharfes Foto dabei zu haben. Und wieso das keinem aufgefallen ist!

Ich denke ich nehme diese Arbeiten von damals als Impuls für meine heutigen #20MinutenKunst.

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